Seit Jahrhunderten kämpfen Frauen für ihre Rechte: für Anerkennung, bessere Arbeitsbedingungen, denselben Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit und eine absolute Gleichstellung. Und dieser Kampf ist noch lange nicht zu Ende. Am 08. März, dem alljährlichen Weltfrauentag, wird er besonders gewürdigt und gefeiert. Auch die Grüne Jugend Wiesbaden bezieht anlässlich dieses besonderen Tages klar Position.

100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts ist unser Parlament so männlich besetzt wie schon seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Lediglich ein Drittel aller Abgeordneten sind Frauen. Niedriger war ihr Anteil zuletzt nur nach der Wahl 1994. Und noch immer arbeiten Frauen für geringere Löhne als ihre männlichen Kollegen auf gleicher Position und haben geringere Karrierechancen. Zusätzlicher Druck entsteht seitens der erstarkenden Rechtspopulisten, deren rückwärtsgewandter Konservatismus Frauen wieder in enge Schranken zu weisen versucht.

Aus diesem Grund fordert die Grüne Jugend Wiesbaden alle Bürger*Innen auf, im Zuge der diesjährigen Europawahlen für ein gerechtes, buntes und soziales Europa einzutreten und mit ihrer Stimme die demokratischen Kräfte in Europa zu stärken. Denn ebenso wie die Menschenwürde, Freiheit und Demokratie ist auch der Grundwert der Gleichheit fest im Vertrag über die europäische Union verankert. Der Auftrieb, den rechtsnationalistische und populistische Kräfte aktuell erfahren gefährdet diese essentiellen Werte. Deshalb ist es wichtiger denn je, unsere Idee eines demokratischen, wirtschaftlich starken und sozial gerechten Europas zu verteildigen.

„Blumengeschenke und anerkennende Worte helfen im Kampf gegen die strukturelle Benachteiligung von Frauen nicht weiter“, betont Katrin Hoffmann, Sprecherin der Grünen Jugend Wiesbaden. „Wir fordern die echte Gleichstellung der Geschlechter, verbunden mit gleichen Löhnen für gleiche Arbeit und paritätisch besetzten Parlamenten.“

Allgemeine Forderungen der Grünen Jugend sind gute und gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen und Männer, faire Aufstiegschancen sowie politische Anreize zur partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit.

Wir wollen eine faire und gute Zukunft gleichermaßen für Männer und Frauen!