Von Nicole Pink

Im Zuge des 200-jährigen Fahrradjubiläums fand am 11. Juni in Wiesbaden ein Fahrradfestival statt, an welchem sich auch unser Kreisverband um den AK Umwelt beteiligte.

Das Fahrrad als vielseitig einsetzbares, umweltfreundliches und zudem gesundheitsförderndes Fortbewegungsmittel kann die Lösung so vieler Herausforderungen im häufig überlasteten Innenstadtverkehr darstellen. Städte wie Münster und Bremen gehen dabei durch Einbahnstraßenöffnungen oder erkennbare Radwege mit einem guten Beispiel voran und liefern den Verkehrsteilnehmern so eine klimaverträgliche Alternative für ihren täglichen Weg zur Arbeit oder in die Innenstädte.

                

Im Gegenteil dazu schmückt Wiesbaden erneut den letzten, 39. Platz des ADFC-Rankings von Städten mit über 200000 Einwohnern und bleibt damit konstant weit hinter seinen Nachbarn Mainz und Frankfurt zurück.

                 
Angesichts dieser wenig rühmlichen Ergebnisse entschlossen wir uns, die meistbefahrenen Fahrradstrecken in Wiesbaden aufzuzeigen. Dazu konnten interessierte Besucher des Festes ihre jeweiligen Wege zur Arbeit o.ä. in eine aushängende Karte der Innenstadt und ihrer umliegenden Stadtteile eintragen. Auf diese Weise konnten letztlich die am stärksten genutzten Verkehrswege ermittelt werden, für welche sich die Einrichtung sicherer und deutlich markierter Fahrradwege insofern als dringend notwendig erwies. Die fertige Karte soll in der Folge an den neuen grünen Verkehrsdezernenten der Stadt Wiesbaden, Andreas Kowol, übergeben werden. In ihn setzen wir große Hoffnungen auf eine Wende der Wiesbadener Verkehrspolitik, hin zu einer fahrradfreundlichen Landeshauptstadt.

                 

Auch ein rundum verziertes Fahrrad gehörte beim Fahrradgeburtstag zur Ausstattung unseres Standes. Passanten konnten sich mit diesem und zugehörigen selbstgebastelten Schildern mit verschiedenen Sprüchen fotografieren lassen und sich anschließend über einen Apfel als gesunde Wegzehrung freuen.