Von Nicole Pink

„Was können wir persönlich gegen den Klimawandel ausrichten?“ Zu diesem Thema veranstaltete die Grüne Jugend Wiesbaden am 12.05.2017 einen Klimadiskussionsabend in den Räumen der Kreativfabrik. Dabei erhielt das Publikum die Möglichkeit, sich mit dem Zukunftsbotschafter Louis Motaal von der Umweltschutzorganisation „Plant for the Planet“ und Felix Möller, dem Wiesbadener Grünen Direktkandidaten über Klimaschutz zu diskutieren.

Moderiert würde der Abend von den beiden aktuellen Sprechern der GJ Wiesbaden, Bruno Nemec und Katharina Schuster.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Louis Motaal zunächst seine Organisation vor.

Angefangen mit einem Referat vor einer Schulklasse konnte sich die Initiative inzwischen zu einer globalen Bewegung entwickeln, die sich dem Ziel verschrieben hat, auf der ganzen Welt Bäume zu pflanzen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Eine zentrale Rolle spielen dabei Kinder und Jugendliche, die sich über Akademien organisieren, weitere Heranwachsende für die Thematik sensibilisieren und ihre Botschaft weiter nach außen tragen.

Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten!  Unter diesen Gesichtspunkten haben sich inzwischen über 100.000 Kinder weltweit der Idee der Klimarettung verschrieben.

Etwa drei Stunden lang stellten sich die beiden Experten den vorbereiteten Fragen, etwa die eigene Bereitschaft zu klimaverträglichem Konsum betreffend und diskutierten weiterhin die Möglichkeiten der klimagerechten Politik mit dem Publikum. Auch Ansätze zu persönlichem Handeln, um Umwelt- und Klimaschutz zu gewährleisten wurden unter den Anwesenden heiß diskutiert.

Noch sind die Folgen des Klimawandels in unseren Breiten nur vergleichsweise geringfügig spürbar, was häufig einer Einsicht seitens der Bevölkerung zur Notwendigkeit persönlicher Maßnahmen im Wege steht. „Heutzutage bedeutet Klimaschutz häufig auch Verzicht – und das tut weh!“, erklärte Zukunftsbotschafter Louis. Es müsse insofern unbedingt ein Bewusstsein bei den Menschen geschaffen werden, welches schließlich deren Bereitschaft, auch tatsächlich etwas zu unternehmen bedingen würde. „Gesellschaftlicher Wandel geht von innen heraus“, betonte der Experte weiter. Der Klimawandel sei möglicherweise zu groß für die Politik, die sich aktuell eher darauf beschränke, „Vorschriften von oben herab zu machen“. Sie könne jedoch damit beginnen, sich der sozialen Absicherung zu verschreiben, welche zugleich eine Grundvoraussetzung für das Schaffen eines allgemeinen Bewusstseins für klimaneutrales Handeln sei.

Der Konsens des Abends: Ein jeder Mensch muss zunächst einmal bei sich selbst beginnen, um eine ideale Basis für die so dringend nötigen Veränderungen zu schaffen. Hier betonte auch Felix Möller erneut die Wichtigkeit von „lauten und deutlichen Stimmen, die Aufmerksamkeit schaffen“. Die Politik sei dabei ein wichtiges Mittel zur Steuerung.